Fortsetzung des Spielbetriebs trotz Corona

Die Corona-Pandemie hat in den meisten Sportarten dafür gesorgt, dass der normale Betrieb vorübergehend pausiert oder sogar ganz abgebrochen werden musste. Im Gegensatz zu diesen bedarf es beim Schach allerdings nur eines internetfähigen Computers, um den Spielbetrieb im digitalen Raum fast ohne eine Veränderung fortführen zu können. Was die Profis also schon nach kurzer Zeit nutzten, um weiterhin Spielpraxis behalten zu können, diente schon bald als Konzept für die Austragung der traditionellen Jugend-Grand-Prix-Serie. Der erste Online-Jugend-Grand-Prix wurde in drei Spielgruppen ausgetragen, die nach der Wertungszahl der Teilnahmerinnen und Teilnehmer im klassischen Schach sortiert waren. Immerhin 43 Kinder und Jugendliche  nahmen an diesem Turnier teil, bei dem die Spielgruppe ohne Wertungszahl von Eva Krannich von den Schachfreunden Heidesheim, die Spielgruppe unter 1000 DWZ von Surena Rahimi von den Schachfreunden Mainz und die Spielgruppe über 1000 DWZ von Pablo Mateo Miranda Martin vom SK Gau-Algesheim gewonnen wurde. Bester Landskroner war Leander Estenfeld auf Platz drei der Spielgruppe <1000 DWZ. Beim zweiten Turnier der Serie nahmen mit 40 Kindern und Jugendlichen ähnlich viele junge Schachspielerinnen und Schachspieler am Grand-Prix teil, der erneut in drei Spielgruppen ausgetragen wurde. Die Spielgruppe ohne Wertungszahl gewann Jan Burkhardt, die Spielgruppe unter 1000 DWZ gewann Julien Einsfeld (beide Schachfreunde Mainz) und die höchste Spielgruppe, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder mit einer DWZ über 1000 spielberechtigt waren, konnte Daris Mohammadzadeh für sich entscheiden. Die beste Landskronerin war in diesem Turnier Riyanna Müller auf Platz fünf in der Spielgruppe über 1000 DWZ.

Aus: Rhein-Selz-Blatt vom 29.7.20

Text: Adrian Lösch